Beginnen Sie mit dem Zustand vor dem ersten behaupteten Ereignis. Wie war die Sache, die Gesundheit oder die wirtschaftliche Situation zu diesem Zeitpunkt? Danach erfassen Sie jedes weitere Ereignis mit Datum, Ort, Beteiligten und unmittelbarer Folge. Diese Reihenfolge verhindert, dass spätere Informationen rückwirkend in den früheren Zustand hineingelesen werden.
Bei einem Sachschaden kann beispielsweise ein Materialfehler bestanden haben. Später kann unsachgemäße Lagerung hinzukommen. Für die rechtliche Beurteilung ist zu klären, welcher Mangel welchen Reparaturbedarf ausgelöst hat, ob sich die Auswirkungen verstärkt haben und welche Kosten auch ohne das spätere Ereignis entstanden wären.
Bei Personenschäden müssen Vorzustand, Erstverletzung, Behandlung, Folgeereignisse und aktuelle Beschwerden auseinandergehalten werden. Medizinische Unterlagen können zeigen, welche Folgen bereits dokumentiert waren. Sie beantworten nicht automatisch jede rechtliche Zurechnungsfrage, bilden aber die Grundlage für eine nachvollziehbare Prüfung.