Ein häufiger Fehler ist, die spätere Schadenshöhe mit dem damaligen Wissen zu beurteilen. Wer erst im Nachhinein von einer günstigeren oder schnelleren Alternative erfährt, hatte diese Möglichkeit nicht zwingend schon zum maßgeblichen Zeitpunkt.
Problematisch ist auch eine unvollständige Chronologie. Fehlen Freigaben, Angebote, Befunde oder Nachrichten, bleibt offen, warum eine Maßnahme nicht gesetzt wurde. Ebenso wenig reicht es, pauschal auf eine unterlassene Behandlung, Reparatur oder Ersatzbeschaffung zu verweisen.
Schließlich werden oft alle Positionen gemeinsam gekürzt. Eine nachvollziehbare Prüfung trennt Erstschaden, Folgeschaden, eigenen Beitrag, Zeitraum und Beleg. So wird sichtbar, ob eine Maßnahme nur einzelne Kosten oder den gesamten Verlauf betroffen hätte.