Sichern Sie zuerst alle Unterlagen in ihrer ursprünglichen Form. Dazu gehören Polizze und Versicherungsbedingungen, E-Mails, Nachrichten, Fotos, Rechnungen, Befunde, Gesprächsnotizen und Schreiben der Gegenseite. Vermerken Sie das Versand- oder Empfangsdatum jeder wichtigen Nachricht.
Erstellen Sie danach eine Tabelle mit Datum, Ereignis, Kenntnisstand, Meldung, Reaktion und betroffener Schadensposition. Markieren Sie, wann Sie den Schaden erkannt haben und wann die verantwortliche Person feststand. Ergänzen Sie, ob die Versicherung oder die Gegenseite auf anderem Weg informiert war.
Trennen Sie in der rechtlichen Prüfung drei Ergebnisse: Was ist noch beweisbar? Welcher konkrete eigene Beitrag wird behauptet? Welche Frist könnte laufen? Diese Fragen gehören zusammen, dürfen aber nicht mit einer einzigen pauschalen Schlussfolgerung beantwortet werden.
Wenn eine Frist knapp wird, sollten Sie die Anspruchsgrundlagen und die richtige Anspruchsrichtung rasch prüfen lassen. Eine nachträgliche Meldung bleibt sinnvoll, ersetzt jedoch nicht die rechtliche Beurteilung der Verjährung und der möglichen Sicherung des Anspruchs.